PROJEKT
Einzelfallhilfe für Kinder und Jugendliche
Eine niedrigschwellige Überbrückungshilfe, wenn Bürokratie zu lang braucht und Kinder zwischen Familie und Helfersystem durchrutschen.

Warum ist das nötig?
Hinweise auf eine ungenügende Betreuung werden häufig in der Schule sichtbar: hohe Fehlzeiten, fehlende witterungsgemäße Kleidung, fehlende Schul- und Unterrichtsmaterialien, fehlende Pausenverpflegung, Unkonzentriertheit, Probleme im sozialen Kontakt. Greifen niederschwellige Maßnahmen nicht, ist ein Weg über das Jugendamt langwierig — bis eine Hilfe ankommt, vergehen oft Monate, weil weitere Einschätzungen oder psychologische Gutachten eingeholt werden müssen. Da aber genau in diesem Bereich häufig die Probleme der Familien liegen (Alltagsorganisation, eigenständiges Wahrnehmen von Terminen), entsteht eine Versorgungslücke.
Was machen wir?
Die Einzelfallhilfe ist eine akute Problemlösung — eine Überbrückungshilfe für diese Versorgungslücke. Gleichzeitig ist sie eine zusätzliche, niedrigschwellige Hilfe für eine regelmäßige und langfristige Betreuung.
Übergeordnetes Ziel: Kinder und Jugendliche, die oft auf sich allein gestellt und überfordert sind, erfahren Stabilität in der Bewältigung ihrer täglichen Lebensführung. Als „Hilfe zur Selbsthilfe“ stärkt die Arbeit vorhandene Ressourcen — und lässt neue entstehen.
Die Arbeit der Einzelfallhilfe richtet sich an Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in teils multiplen Problemlagen — Migrations- und Fluchterfahrungen, fehlende Deutschkenntnisse, Armut, Krankheit, Trennung, beengte Wohnsituation, alleinerziehende Elternteile.
Sie ergänzt die Arbeit der Sozialen Dienste und des Jugendamts — sie ersetzt sie nicht.
Stimmen aus dem Projekt
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Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Rückendeckung, den beiden Gemeinschaftsschulen und dem Kinder- und Jugendtreff Komet gestaltet sich sehr erfolgreich. Der niedrigschwellige Ansatz, Kinder dort abzuholen, wo Familien und das professionelle Helfersystem aus verschiedenen Gründen überfordert sind, hat sich perfekt etabliert. Es ist in den vergangenen 2 Jahren gelungen, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Vereinen und anderen Angeboten zu eröffnen. Parallel dazu erhielten sie Unterstützung bei der Bewältigung ihrer schulischen Laufbahn. Die Hilfen einer nichtstaatlichen Institution setzen die Hemmschwelle bei den Familien herab und die Unterstützung in vielen Alltagsfragen und Problematiken wird von den Familien sehr geschätzt. Das Feedback von Eltern, Lehrer*innen und anderen Beteiligten ist sehr positiv. Wir sind begeistert von der unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Verein Rückendeckung und wünschen uns sehr, dass die Kooperation noch lange weiter fortgesetzt werden kann.