Zum Inhalt springen

PROJEKT

Alltagsbegleitung

An Pinneberger Grundschulen übernehmen unsere Alltagshelferinnen, was Lehrer und Schulsozialarbeit nicht können — von der Schultasche bis zum Sportverein.

Alltagsbegleitung

Warum ist das nötig?

Viele Kinder erhalten zu Hause nicht die nötige Fürsorge und Unterstützung, um im Leben erfolgreich zu sein. Häufig fehlen einfache Hilfestellungen: das Verständnis für die Bedeutung der Schule, die simple Notwendigkeit pünktlich zu sein, oder die Organisation eines Arztbesuchs. Wenn das Elternhaus durch Krankheit oder andere Gründe ausfällt, können weder Lehrer noch Sozialarbeiter diese Lücken füllen.

Was machen wir?

Wir begleiten Kinder im morgendlichen Turnus: Schulsachen packen, Butterbrot schmieren, Schuhe anziehen, Zeitmanagement lernen, um pünktlich zur Schule zu gehen. So entstehen stabile Routinen.

Im Austausch mit Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Jugendclub erfahren wir, was gut funktioniert und wo noch Unterstützung nötig ist. Auch Hilfestellung bei Arztbesuchen gehört zur Alltagsbegleitung dazu — nicht nur Zahnpflege, sondern auch sonstige Diagnosen, die oft weitere staatliche Hilfen nach sich ziehen.

Schule ist aber nicht alles: Wir sorgen dafür, dass Kinder im Sportverein aktiv werden, unterstützen bei Anmeldung, Ausrüstung, begleiten bei den ersten Trainings und helfen bei der Organisation von Mitfahrgelegenheiten. In den Ferien bieten wir Ausflüge an, um Einblicke in Kunst und Kultur zu ermöglichen.

Stimmen aus dem Projekt

Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Rückendeckung, den beiden Gemeinschaftsschulen und dem Kinder- und Jugendtreff Komet gestaltet sich sehr erfolgreich. Der niedrigschwellige Ansatz, Kinder dort abzuholen, wo Familien und das professionelle Helfersystem aus verschiedenen Gründen überfordert sind, hat sich perfekt etabliert. Es ist in den vergangenen 2 Jahren gelungen, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Vereinen und anderen Angeboten zu eröffnen. Parallel dazu erhielten sie Unterstützung bei der Bewältigung ihrer schulischen Laufbahn. Die Hilfen einer nichtstaatlichen Institution setzen die Hemmschwelle bei den Familien herab und die Unterstützung in vielen Alltagsfragen und Problematiken wird von den Familien sehr geschätzt. Das Feedback von Eltern, Lehrer*innen und anderen Beteiligten ist sehr positiv. Wir sind begeistert von der unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Verein Rückendeckung und wünschen uns sehr, dass die Kooperation noch lange weiter fortgesetzt werden kann.

Saim Cetinkaya & Jochen Hinrichsen · Leiter Komet · Schulsozialarbeiter Grund- und Gemeinschaftsschule Quellental · 2024

Das Projekt „Rückendeckung“ ist für uns in der Schule, aber besonders für die unterstützten Kinder ein sehr großer Gewinn.

Niedrigschwellig unterstützen die RückendeckerInnen einzelne Kinder und ihre Eltern z.B. in schulischen Belangen (Elternbriefe erklären, wie lerne ich effektiv …), bei der Organisation und Begleitung freizeitpädagogischer Angebote (Anmeldung beim Sportverein, Theater, Schwimmkurs …), beim Ausfüllen von Formularen und Organisieren von Deutschkursen für die Mütter.

Sie hören den Sorgen der Eltern zu und kennen sich im Umfeld aus, um an kompetente Ansprechpartner zu vermitteln, wenn nötig. Sie sind in Kontakt mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit.

Die Kinder bauen eine Bindung zu ihnen auf und fühlen sich gesehen, gewertschätzt und unterstützt.

Kerstin Kleinworth · Schulsozialarbeit der Stadt Pinneberg an einer Grundschule · 11.11.2024

Möchten Sie helfen?

Mit einer Spende oder Ihrer Mithilfe können Sie unsere Projekte direkt unterstützen.

Jetzt spenden